Wenn die Buchen blühen – dann ist Frühling

Freudig erwartet blühen die ersten Frühlingsblumen und erfreuen uns mit knallbunten Farben, doch: „Für mich beginnt der Frühling mit der Buchenblüte“, sagt Förster Bernhard Naujack, „ denn gleichzeitig mit den Blüten erscheinen die ersten zartgrünen Blätter: Der Wald verwandelt sich.“ Die Rotbuche (Fagus Sylvatica) ist die am meisten verbreitete Baumart in Deutschland, ihre Blüten aber kennen die Wenigsten. Eine Buche blüht erst ab einem Alter von 30-50 Jahren, dann kann sie schon eine stattliche Höhe erreicht haben. Männliche und weibliche Blüten findet man am selben Baum. Die Blüten jeweils eines Geschlechtes stehen in Büscheln (Blütenständen)  zusammen. Die männlichen Blüten bestehen aus winzigen grün-weißen „Blümchen“, die auf kleinen Stielen sitzen; Die weiblichen Blüten sehen ein wenig zerzaust und wollig aus, sie sind bräunlich-grün. Bestäubt werden sie durch den Wind. An den weiblichen Blüten entstehen später im Jahr die wohlbekannten Bucheckern.

Buchenblüte

Unscheinbar, doch zärtlich schön,
hab´ Buchenblüten ich gesehen.
Die Sonne hat sie mitgebracht,
den Wald verwandelt über Nacht.
Nach den tristen, grauen Tagen,
beginnt sie nun: die Zeit der Farben!

(Simone Naujack)

Gleichzeitig mit dem Wandel der Wälder, scheinen sich auch die Menschen zu verwandeln. Die Zeit der Buchenblüte ist die Zeit der Hoffnung und des Neuanfangs. Der Mensch spürt den  Kreislauf der Natur.

Im Sommer enstehen an den weiblichen Blüten die wohlbekannten Bucheckern, die unscheinbaren Buchenblüten bleiben meist unentdeckt.