RuheForst-Konzept

Das RuheForst-Konzept ist Bestattungs- und Waldschutzkonzept in einem. Durch die Eintragung sogenannter „Nutzungsrechte zur Urnenbeisetzung“ in den RuheBiotopen wird der zugehörige Baum auf rund 100 Jahre vor Abholzung geschützt und kann ganz in Ruhe altern. Der Baum wird über lange Jahre zum Bezugspunkt für Angehörige und Freunde. So hinterlassen wir der nachfolgenden Generation einen besonderen Wald, der Friedhof wird zum Lebensraum.
Im Ruheforst befinden sich zahlreiche dieser RuheBiotope, deren Mittelpunkt jeweils ein Baum bildet. In einem Ruhebiotop befinden sich bis zu 12 Urnenplätze. Hier können einzelne Personen, Familien oder sich im Leben nahe stehende Menschen zusammen ihre letzte Ruhe finden.

      • Ruhebiotope können schon zu Lebzeiten ausgewählt werden. Auch eine Auswahl durch die Angehörigen ist möglich
      • Das Recht auf Nutzung eines Ruhebiotops wird auf bis zu 99 Jahre erworben
      • Die Trauerzeremonien können individuell gestaltet werden. Hierfür steht ein Andachtsplatz zur Verfügung.
      • Eine namentliche Kennzeichnung des Grabes, auch mit einem christlichen Symbol, ist selbstverständlich möglich
      • Die Asche des Verstorbenen wird in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt und wird so Teil des Waldbodens.
      • RuheBiotope benötigen keine Pflege, da sie Teil des naturnahen Waldes sind.

Der RuheForst Rheinhessen-Nahe in Waldalgesheim liegt im UNESCO-Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“, 6km von Bingen am Rhein entfernt. Der reich strukturierte Mischwald besteht aus hundertjährigen Eichen und Buchen. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen Hügelgräber aus der keltischen Zeit. In Waldalgesheim wurde ein weltbekanntes keltisches Fürstengrab gefunden.

 

Die Baumauswahl findet in der Regel gemeinsam mit dem Förster oder Ruheforst-Mitarbeiter statt. Um die Wahl zu erleichtern haben wir ein einfaches Farbsystem eingeführt::

  • Alle Biotope sind mit Nummern markiert.
  • Gelber Farbring = GemeinschaftsBiotop
  • Blauer Farbring = Einzel- oder FamilienBiotop
  • kein Farbring = Ruhebiotop ist vollständig belegt

 

Auffinden einer Grabstätte:

Die Angehörigen kennen in der Regel die Baumnummer und erhalten einen Lageplan des Baumes. Außenstehende können die Baumnummer erfragen. Wir geben gerne Auskunft, wenn es unsere Schweigepflicht erlaubt. Über die  Karte am Waldeingang kann man sich orientieren. Über diese Homepage kann man zudem gezielt eine Übersichtskarte und Kartenausschnitte ausdrucken. Auch eine Ruheforst-App als Waldnavi steht zur Verfügung.

 

Lageplan mit Suchfunktion

Link zu Kontakt